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Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften der Universität Bayreuth

Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie – Prof. Dr. Stefan Ouma

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Willkommen an der Professur für Wirtschaftsgeographie

Wir beschäftigen uns im Moment mit den Themen Globale Warenketten und Kritische Geographien der Logistik; industrielle Arbeit im digitalen Zeitalter und landwirtschaftlichen Transformationen im Kontext von Finanzialisierung und Digitalisierung.

Wofür wir stehen:

Unser Team kultiviert eine Wirtschaftsgeographie gesellschaftlicher Transformationen, die im Sinne eines engagierten methodischen und theoretischen Pluralismus den großen Themen, Umbrüchen und Verwerfungen unserer Zeit in konkreten materiellen Zusammenhängen nachspürt. Im Zentrum steht dabei die Überwindung von Grenzziehungsprozessen zwischen dem „Ökonomischen“ und dem „Sozialen“, „Kulturellen“, „Politischen“ sowie der „Natur“. Unserer Ansicht nach lässt sich „Wirtschaft“ nicht losgelöst von diesen Bereichen denken. Insbesondere das Anthropozän und damit verbundene Herausforderungen für Gesellschaft und Umwelt lassen auch gar nichts anderes zu.

Die Veränderungen der Ökonomie, die sich im Zuge der Globalisierung vollzogen haben und die faktisch alle Menschen weltweit in unterschiedlicher Weise betreffen, rufen darüber hinaus nach einem anderen geographischen Blick. Daher will die von uns forcierte Wirtschaftsgeographie auch etablierte territoriale Kategorien von „Nord“ und „Süd“ und damit einhergegangene tradierte Arbeitsteilungen überwinden. Aus diesem Grund verfolgen wir eine global orientierte, kosmopolitische Wirtschaftsgeographie, die den übergeordneten Fragen nachgeht, auf welche Weise globale Ströme von Waren, Menschen, Kapital, Wissen, Technologien und Macht wirtschaftliche Prozesse und Strukturen in konkreten geographischen Settings transformieren, welche regionalisierten Auswirkungen damit einhergehen und wie sich diese analysieren und problematisieren lassen. Wir wollen damit letztendlich auch nachhaltige und progressive Lösungsansätze zur Bearbeitung räumlicher Ungleichheiten und nicht nachhaltiger ökonomischer Praktiken liefern.

Warum Wirtschaftsgeographie gut für Dich ist:

Trevor Barnes (University of British Columbia) und Brett Christophers (University of Uppsala), zwei bekannte Wirtschaftsgeographen, bringen das in ihrem neuen Lehrbuch „Economic Geography – A Critical Introduction“ (2018, Wiley) so gut auf den Punkt, dass wir dem kaum noch was hinzuzufügen haben:

„Wir möchten Dich davon überzeugen, dass es für das Leben im 21. Jahrhundert unerlässlich ist, etwas über das Thema (Wirtschaftsgeographie) zu wissen. Praktisch jeder der insgesamt mehr als 7 Milliarden Menschen auf dem Planeten ist ein Weltbürger, ob er oder sie will oder nicht. Die Veränderungen der Wirtschaft in den letzten 40 Jahren, die sich im Zuge der Globalisierung, die so viele Menschen auf so unterschiedliche Weise betrifft, vollzogen haben, sind ökonomisch und auch grundsätzlich geographisch bedingt. Dementsprechend ist die Wirtschaftsgeographie nicht nur als Hintergrund relevant, sondern auch, um zu verstehen, warum wirtschaftlicher Wandel überhaupt stattfindet. Sie durchdringt in den Rahmen dieser Veränderung, ihre Skelettstruktur (...). Es gibt zwar viele Lebensbereiche, mit denen sich die Wirtschaftsgeographie nicht beschäftigt. Aber die, mit denen sie sich beschäftigt, sind die Schrauben und Muttern; sie halten das Gerüst zusammen, auf dem große Teile gegenwärtigen sozialen und kulturellen Lebens aufgebaut ist: von der Kleidung, die man trägt, über das Essen, das man isst, über die Musik, die man hört, bis hin zu den Videos, die man sich ansieht, den Schulen, die man besucht, und sogar den Universitätsseminaren, die man belegt. Es ist unsere Überzeugung, dass, wenn man dieses Gerüst nicht versteht, man eine der Grundlagen des heutigen sozialen und kulturellen Lebens nicht versteht. Egal ob nah oder fern, weder verstehst Du dein eigenes Leben noch das Leben anderer um dich herum." (Barnes, Christophers 2018: 2-3)

Come join us!


Verantwortlich für die Redaktion: Alexander Ströhl

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